Die Entstehungsgeschichte der großen Serie (Zyklus) "Die geschmückte Frau":
Durch ausstellungsbedingte Verpflichtungen mußte der auf etwa 30 Blätter angelegte Zyklus "Vernissagen" unterbrochen werden. Nur zwei weitere Arbeiten konnten 1992 vollendet werden.
Die Serie wurde abgebrochen, da die dazu notwendige starke emotionale Kraft nicht mehr vorhanden war.
Bereits in diesen Zeichnungen tauchen geschmückte Mädchen und Frauen auf, die nun als "Ersatz" für die nicht mehr erbringbaren Vernissagen als "neues Thema" ausgeweitet wurden.
Das künstlerische Ziel war die Gestaltung einer vollkommenen Harmonie von nacktem Körper in Verbindung mit Schmuck und Drapierung. Die Farbe der Haut und der Körperausschnitt sollten durch eigenwillige Be- und Entkleidung ein spannendes wechselseitiges Spiel von Form, Struktur und Malerei eingehen.
Die Modelle sind von Natur aus unbekleidet - sie sind nur bedingt und sparsam mit außergewöhnlichen Kostümen, Bändern, Schärpen, Hüten, Stoffteilen und Kopfputz bedeckt, geschmückt mit Ketten, Ringen, Hals-, Brust-, Knie- oder Beinschmuck.
Diese Illustrationen wollen starke weibliche Ausstrahlung, subtile Erotik und auch die darin liegende Frivolität veranschaulichen.
Die Unschuld des weiblichen Körpers sollte nicht zugedeckt, sondern neu gesehen, gefeiert, erweitert und erhöht werden.
So steigt die Frau in den stärksten dieser Darstellungen zur höchstmöglichen weiblichen Schönheitsikone auf.